| Weltweiter Werbemarkt schrumpft um 0,2% |
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Das Mediaagentur-Netzwerk ZenithOptimedia hat seine Prognose für 2009 weiter nach unten korrigiert: Der weltweite Werbemarkt werde vermutlich um rund 0,2% schrumpfen. Im Oktober rechnete ZenithOptimedia immerhin noch mit einem Plus von 4,3% (kress.de vom 7. Oktober 2008). Am härtesten treffe es die USA und Westeuropa, aber auch die aufsteigenden Märkte wie Asien oder Osteuropa müssten mit einer Abflachung des Werbegeschäfts rechnen. In Deutschland wird der Werbemarkt laut der Studie "Advertising Expenditure Forecast" sogar um 4,6% zurückgehen. Lediglich in Internetwerbung werde weiter investiert - voraussichtlich aber nur um 1,2%. "Die Zeiten des rasanten Werbewachstums im Web sind vorbei", so Michael Bohn, CEO und Chairman von ZenithOptimedia.
Die harten Zeiten bekommen besonders Print und Hörfunk zu spüren. Weltweit könnten Zeitungen um 6,3%, Zeitschriften um 2,9% und Hörfunk um 7% verlieren. Internetwerbung werde immerhin noch um rund 18% zulegen, sogar in den USA (+18%) und Westeuropa (+12%). Bis 2011 wird der Anteil des Webs am gesamten Werbevolumen 15,6% betragen, schätzt ZenithOptimedia. Ebenfalls positiv entwickeln werden sich voraussichtlich Außen- und Kinowerbung (+4,5% und +2,6%).
TV wird laut Bohn nur wenig unter der Krise leiden: "Das liegt daran, dass sich TV rund um den Globus als Leitmedium nahezu aller großen Kampagnen etabliert hat. Werbungtreibende tendieren dazu, eher Budgets aus anderen Medien abzuziehen, um die Emotionalität und Impulskraft des Mediums TV weiter zur Stärkung ihrer Marken einzusetzen." In den aufsteigenden Märkten, in denen der TV-Anteil an den gesamten Werbespendings am höchsten ist, werde die Mediengattung in 2010 und 2011 wohl Rekordmarktanteile von 38,5% erreichen. Quelle: kress.de |